Im Strom
der Zeit.
Ein Journal für Alltagsbeobachtung und Stille. Wir schreiben über das Übersehene, vier Hefte im Jahr — langsam gelesen, gesetzt in Cormorant und Karla.
Aus dem Frühjahrs-Heft.
Sechs Beiträge aus Heft xiv — das Sommer-Heft erscheint im Juli, mit Schwerpunkt „Lange Tage und kleine Schatten".
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Die stille Stunde in der Küche
Nach dem Mittagessen, vor dem Kaffee, der Tisch noch nicht abgeräumt. Ein erinnerungsdurchwobener Essay über Resopal, eine Wolfsmilchpflanze auf dem Fensterbrett und das Erkennen, dass eine Tageszeit auch heute noch herstellbar ist, wenn man sich auf sie verlässt.
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Das Gartentor zum Hinterhof
Holzlatten, Schmiedeeisen, selbstgebaute Pforten aus den achtziger Jahren. Was die kleinen Tore zwischen Vorderhaus und Hinterhof über die Gliederung urbanen Wohnens verraten — und über jene, die davor stehen bleiben, ohne hineinzugehen.
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Ein Stuhlbein, das wieder hält
Buchenholz aus den sechziger Jahren, ein Bruch an der Verzapfung, fünf Stunden Arbeit. Über das Schleifen, das Leimen, das Spannen mit Schraubzwinge und die Frage, warum eine Reparatur lohnt, deren Stundenlohn man besser nicht nachrechnet.
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Mai — die Stadt riecht nach Robinie
Die Blüten kommen spät in diesem Jahr, und wenn sie kommen, kommen sie alle auf einmal. Über den honigsüßen Geruch der Robinie in Berliner und Kölner Hinterhöfen, die ersten Mauersegler und die letzten kalten Nächte des Mai zweitausendsechsundzwanzig.
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Ressorts.
Sechs ständige Felder, in denen wir kontinuierlich publizieren — vom kurzen Essay bis zur Re-Lektüre.
Wir schreiben nicht das Spektakuläre, sondern das Naheliegende — mit der Geduld, ihm seine Eigentümlichkeit zu lassen.