Download <'http://www.adobe.com/> Flash plugin

Februar 2012
Mo Di Mi Do Fr Sa So
« Feb    
 12345
6789101112
13141516171819
20212223242526
272829  

Kategorie "On the Road again"


2007
August
27
von rolfk, in Kategorie On the Road again

Sehr passend, daß Martin heute nachmittag hier von Eßstäbchen geschrieben hat. Ich jedenfalls habe gerade Gebratenen Curryreis mit Huhn, Schinken und Shrimps vom China-Bringdienst und zwei Flaschen Radler im Bauch - mit einer wiederverwendbaren (und nachher brav gespülten) Gabel gegessen.

Aber von Anfang an: Umringt von Schaulustigen, erwartet mich der EcoRider mittags am Bahnhof Dessau. Mein Kollege hat es von Bitterfeld hergeschafft, ohne einen Strich Strom zu verbrauchen. Das will ich auch versuchen: Eine Batterieladung weniger; 600 Gramm CO2 gespart. Laut dem netten Herrn von der Mobilitätszentrale ist der Weg nach Schönebeck auch völlig flach und sogar zum Teil mit nagelneuen Radwegen ausgestattet. Beste Voraussetzungen also.

Zunächst jedoch soll ein so schön designtes und funktionelles Gefährt wie der EcoRider bei der Mutter des funktionellen Designs vorbeischauen: Beim Bauhaus, schließlich sind wir in Dessau.

Danach geht es - unterbrochen von Ortsdurchfahrten mit aufrüttelndem Kopfsteinpflaster (ich hasse Kopfsteinpflaster) - etwa 55km lang so wie auf diesem kurzen Film.

Am Ziel, nach gut fünf Stunden Fahrzeit, habe ich tatsächlich den Elektromotor nur zum schwungvollen Verlassen der Saalefähre gebraucht und stattdessen 4732 Kilokalorien verbraucht. Und beim Verbrennen dieser Kalorien 2000 Gramm CO2 ausgeatmet. Während ich 600 Gramm eingespart habe. Morgen schalte ich den Motor wieder zu.

2007
August
25
21:44 Uhr

Kilokalorien

von haraldg, in Kategorie Sachsen, On the Road again

Gut, gestern hat mir Martin den Sun Ecorider in die Hand gedrückt und sich in den Zug nach Hause verabschiedet. Mit Recht - aber dazu später. Ich muss dazu sagen: ich bin nie Probe gefahren und habe drei volle Tage vor mir - mit 180 km Strecke. Los geht es in Dresden – erstes Etappenziel ist Meißen an der Elbe. Nicht weit, also eine nette Teststrecke. Das Wetter ist klasse. Es wird auch eine Genusstour, der Elberadweg führt genau entlang dieser Strecke. Zum Üben genau das Richtige.

Ausgeschlafen geht es am nächsten Tag los: Müsli zum Frühstück, Akkus voll geladen. Das Ziel ist ca. 68 km entfernt. Ach ja, zum Thema Energie: Ich habe mein Pulsmessgerät vom Joggen angelegt und möchte wissen wie viel Energie ich eigentlich so verbrauche, um dieses Ding zu fahren. Wetter ist klasse mit 27 Grad – nur könnt ihr euch vorstellen, wie es sich bei dieser Temperatur in einem Plexiglaskäfig (=EcoRider) anfühlt (Anmerkung von Martin: Der Honig-Aufguss ist sehr zu empfehlen…)?

Der erste Weg führt nach oben, die Elbe hat sich ca. 50 m tief in die Landschaft eingeschnitten. Mit Muskelkraft lässt sich das 80 kg schwere Vehikel (ohne meine Wenigkeit) nicht alleine bewegen. Also Gasgeben. Mit dem Ergebnis, dass ein Strich auf der Stromskala mit sechs Strichen gleich mal bis oben flöten geht. Und das nach 5 km.

Oben angelangt werden die Landkarten zum Problem: Im Maßstab 1:100.000 tut man sich als „Fahrrad“-Fahrer im Ballungsgebiet schwer. Und ich dachte, als studierter Geograf hätte ich ein Gefühl dafür (Anmerkung von Martin: Im Maßstab 1:150.000 orientiert man sich übrigens am Besten gleich an der Sonne oder am Moosbewuchs der Bäume). Aber die Menschen in Sachsen sind so freundlich und hilfsbereit, dass man kaum eine Karte benötigt. Endlich den Weg gefunden, geht es gut voran. Leider gibt es fast in jedem kleinen Ort Kopfsteinpflaster – ich hasse Kopfsteinpflaster! Und dann führt mich die vorgegebene Route auf einen Feldweg. Dort kippe ich gleich mal in den Graben.

Glücklicherweise habe ich mir mit Tape ein kleines Radio ins Cockpit geklebt. Und mit den „Red Hot chilli Peppers“ im Ohr bekomme ich den EcoRider wieder flott. Der Puls zeigt 186. Ein interessantes Phänomen stellt sich ein: ich fange an, mit mir selbst zu reden und mich zu motivieren. Ist ja keiner da. Und es klappt. Nach 75 km (mit Umwegen) erreiche ich mein Ziel: Wurzen, dem Geburtsort des Dichters Joachim Ringelnatz, der in seiner Jugendzeit übrigens als Schiffsjunge durch die Welt reiste. Ach ja, zum Thema Energie: nach 7 Stunden, 36 Min. Sun EcoRider fahren habe ich 3840 kcal verbraucht. Martin hat seinen Urlaub verdient (Anmerkung von Martin: Oh ja, und einen kleinen Tipp für die sonntägliche Tour über Bitterfeld hat er auch noch: Es seufzt der positive Held, weil ihm der Weg so bitter fällt…).

2007
August
12
11:31 Uhr

Kein Durchblick

von Maertl, in Kategorie Hessen, Abseits der Straße, EcoRider, Allgemein

Ehrlich vergossener Schweiß ist das eine. Da hat man wenigstens noch einen gewissen Einfluss darauf, wie nass man wird. Platzregen ist das andere. Vorgestern hat es mich ganz schön erwischt als ich von Heppenheim nach Kelkheim fahren wollte. Zwischenzeitlich ging gar nichts mehr, so dass ich den EcoRider für eine Stunde am Straßenrand abstellte, ein Buch in die Hand nahm (wen es interessiert: “Schneeweiß und Rosenrot” von Dorota Maslowska - sicher nicht jedermanns Geschmack) und den Regen aufs Dach prasseln ließ. Auf die Dauer ist es aber schon etwas beklemmend, im EcoRider zu sitzen und nicht nach draußen sehen zu können. Zum Glück ließ der Regen aber irgendwann nach.

Eine Fahrt ins Ungewisse war es trotzdem, nicht nur wegen der beschlagenden Scheiben. Wer schon einmal als einziger durch eine Baustelle mit frisch geteerter Fahrbahn gewunken wurde, weiß, dass man bei diesem Nebel nicht mal einen halben Meter weit sehen kann. Hätte ja gern gesehen, wie die Autofahrer geschaut haben, als der EcoRider plötzlich aus dem Nichts auftauchte. Nachdem ich mich gestern den Hochtaunus hochgequält habe, kann ich sagen: Ich freu mich auf Ostdeutschland.

NACH OBEN