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Kategorie "Bergauf, bergab"


2007
Juli
22
23:06 Uhr

Eco-Pin-Up

Das war der härteste Tag bisher. Im Sauerland waren zwar auch Berge, aber die meisten Straßen führten dazwischen hindurch. Hier gehen sie mitten hinauf. Ein paar hundert Höhenmeter habe ich heute sicher zurückgelegt. Gleich nach dem Start in Bad Mergentheim ging es gleich mal mehr als 100 Höhenmeter den Berg hoch.

Zur Erinnerung: Der EcoRider wurde in den Niederlanden gebaut. Die höchsten Erhebungen dort sind die Deiche. Trotzdem lassen sich Steigungen bis zu 10 Prozent angenehm bewältigen, wenn auch etwas langsamer. Wird es steiler, wird es eng. Denn: Mit Gepäck und meinem Körpergewicht wiegt der EcoRider an die 200 kg. Die eine Steigung von 18 Prozent hochzuwuchten ist kein Spaß. Auch mit Akkus. Das Vergnügen hatte ich heute. Naja, nach drei Kilometern war ich oben. Da fällt mir ein: Ich hätte vor der Tour meinen Oberschenkelumfang messen sollen.

Trotzdem war ich frohen Mutes. Schließlich hatte ich vorher schon göttlichen Beistand erlangt. In Rot kam mir nämlich eine ganze Schwadron von Kirchgängern entgegen, die ich nach dem Weg und dem Befinden fragte. Sogar eine Nonne war dabei. Da konnte nun wirklich nichts mehr schief gehen. Belohnt wurde ich damit, dass ich im schönen Kirchberg an der Jagst Quartier bezogen habe. Wo auch noch “Hofgaddefeschd” war (so sagte man mir).

Weil die Sonne heute doch mal scheinen durfte, konnte ich auch erste Kärtchen unters Volk bringen. Vor allem an neidische Radfahrer. Und an ein kleines Mädchen, dass von der EcoRider-Form des Kärtchens ganz begeistert war. Hoffentlich hat mein Gefährt jetzt einen Ehrenplatz an einer Pinnwand in Weckelweiler. Oder Amlishagen. Oder in einem anderen der niedlichen kleinen Dörfchen, die nur durch Kieswege miteinander verbunden sind.

Fotos vom Tage gibt es hier.

2007
Juli
21
22:15 Uhr

Das Boot ist voll

Ich habe Muskelkater. In den Armen. Vom Wischen. Bei Regen beschlagen nämlich die Scheiben des EcoRiders. Von innen. Und von außen. Ununterbrochen.

Und wie habe ich mich auf diesen Tag vorbereitet? Mit Sonnencreme. Offensichtlich gehöre ich zu denen, die einzelne Sonnenstrahlen zu sorglosen Cabrio-Fahrten verleiten - und die dann die Suppe auslöffeln dürfen…

Denn sobald ich Würzburg verlassen hatte, lag der Weltuntergang vor mir. Nein, die Grenze nach Baden-Württemberg hatte ich noch nicht überschritten; aber die Wolken taten sich auf. Und wollten sich bis Bad Mergentheim nicht mehr schließen. Volle 50 Kilometer weit. Obwohl die Strecke doch so wunderschön gewesen wäre. Und kaum befahren. Und wer jetzt errät, was am Ende dieses Höllenritts, als ich das Ortschild von Bad Mergentheim passiert hatte, geschehen ist, darf sich über den Gewinn des legendären Maus-Fähnchens freuen.

Das hat jetzt nämlich endgültig ausgedient. Und ist durch einen signalroten Wimpel ersetzt worden, der mir bei der heutigen Fahrt durch die Wasserwand schon wichige Dienste geleistet hat. Kleine Kärtchen in EcoRider-Form habe ich jetzt auch dabei. Zum Verteilen. Nicht zum Schiffchen bauen.

2007
Juli
10
23:38 Uhr

Die Maus on Tour

von Maertl, in Kategorie Nordrhein-Westfalen, Bergauf, bergab

Gestern ist’s passiert. Bei irgendeiner furiosen Abfahrt (bei der Einfahrt nach Detmold habe ich meinen bisherigen Geschwindigkeitsrekord von 53 km/h aufgestellt) habe ich mein schickes gelbes Fähnchen verloren. Der ehrliche Finder möge sich bitte schnellstmöglich melden!

Die Suche nach Ersatz verlieft heute zunächst ergebnislos. Denn im Fahrradladen am Platze führten sie weder Fahnen noch Fahrradkarten. Eco-Sport und EGO-SPORT (ja, so heißt der Laden tatsächlich!) passen eben einfach nicht zusammen. Stattdessen fahre ich nun bis Willingen ein “Sendung mit der Maus”-Fähnchen spazieren (Foto folgt demnächst, fürchte ich).

Dafür ist die erste Etappe, der Besuch beim Detmolder Unternehmen Weidmüller vollauf geglückt (mehr dazu im nächsten Eintrag), sogar die Sonne hat sich kurz hervorgetraut. Und eine echte Premiere gab es auch: mein erstes Radio-Interview (für Radio Lippe). Ich habe mich wohl ein paar Mal etwas verhaspelt oder übelst gefränkelt, aber ansonsten habe ich es glaube ich ganz ordentlich gemacht.

Dann kamen die schlechten Nachrichten: Statt entspannte 20 Kilometer nach Paderborn zu fahren, musste ich eine 60 Kilometer lange Ausweichroute wählen (die andere war zu steil und stark befahren). Und die führte auch noch mitten durch die Gewitterfront. Jeder, der schon mal versucht hat, bei Platzregen jemanden nach dem Weg zu fragen, kann mein heutiges Schicksal nachempfinden.

Doch eine Feststellung habe ich auch schon gemacht: Die schönsten Momente ereignen sich oft, wenn man sich mal wieder ordentlich verfahren hat. Und dann statt an der Schnellstraße plötzlich am Lippesee entlangfährt oder durch den Schloßpark von Schloß Neuhaus kurvt. Gut wäre natürlich, wenn man in dem Moment schon wüsste, dass man irgendwann heil ankommt.

Zumindest das ist mir heute geglückt, wenn auch erst gegen 20 Uhr. In Paderborn gab es das erste Mal Probleme, den EcoRider unterzustellen. Aber ein Hotel-Manager trägt seinen Namen nicht umsonst. Ein kurzer Anruf beim Nachbarn, und jetzt steht mein Gefährt in der dortigen Carport-Werkstatt und stärkt sich für die morgige Tour nach Willingen. Der Tag endete aber immerhin wieder mit einem Lächeln, als der muskelbepackte Nachbar meine Tour kommentierte: “Da muss man ganz schön mutig sein, um sowas zu machen.” Tja.

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