August
31
Radio Paradiso, Teil 2
Wie gesagt, es gab zwei Beiträge über die Sun EcoTour auf Radio Paradiso. Wir bereiten der Spannung ein Ende. hier ist Nummer zwei:
Ein redaktioneller Beitrag von Radio Paradiso 105.9
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Wie gesagt, es gab zwei Beiträge über die Sun EcoTour auf Radio Paradiso. Wir bereiten der Spannung ein Ende. hier ist Nummer zwei:
Ein redaktioneller Beitrag von Radio Paradiso 105.9
Wer glaubt, nördlich des Harzes sei Deutschland flach, der täuscht sich. Gestern hat sich ja schon der eine oder andere Hügel (meist mit Windmühlen obendrauf) dem EcoRider in den Weg gestellt, heute droht das Elm. Eine große grüne Fläche auf meiner 1:150.000 Autofahrerkarte. Der nette Wirt von der Pension zum Dino gab mir wohlgelaunt ein “Hinter Schöningen wird’s einmal steil, danach geht es gut” mit auf den Weg. Nun denn.
Ich hätte vielleicht vorher Wikipedia konsultieren sollen. Da steht “Elm (Höhenzug), 25km lang“. Und keine Ortschaft zwischendrin. Ein Höhenzug also - ob das die Akkus mitmachen? Schließlich steht ELM auch für “Edge-Localized Mode, ein nicht-normaler Betriebszustand in einem Fusionsreaktor vom Typ Tokamak, führt zu Disruptionen.”. Ein nicht-normaler Betriebszustand sind Höhenzüge für ein Velomobil holländischer Bauart sicherlich. Disruption ohne Strom…
Nach dem angekündigten Anstieg nach Schöningen war der erste Strich (von sechs) auch weg. Dann kam ein weiterer. Hochgeschlichen, zweiter Strich weg. Die Karte zeigt keine Höhenlinien. Wie viele Anstiege wohl noch kommen mögen? Ohne Strom wird das Elm mich verschlucken. Der Wald wird immer dichter. Die Rache der Natur an überheblich hilfsmotorisierten Gefährten. Doch jetzt geht’s bergab, 45km/h, neuer persönlicher Rekord, und ein paar Kilometer weiter durch den Elmwald geschafft. Zum Tetzelstein muß ich wieder hoch. Noch drei Striche. Mir kommen Rennradfahrer entgegen, die ziemlich fertig aussehen. Drei Anstiege darf ich noch…
Doch Hurra, ab jetzt geht es nur noch bergab (deswegen sahen die Rennradfahrer so fertig aus). Noch zehn malerische Kilometer bis nach Braunschweig, und mein Teil der Tour ist zuende. Der Blick in den EcoRider läßt einen wehmütig werden - es war eine super Tour!
Zwei für Dreiradradler wesentliche Dinge hat uns die Deutsche Demokratische Republik hinterlassen: Kopfsteinpflaster (ich hasse Kopfsteinpflaster) und Feldwege mit zwei Fahrspuren aus Fertigbetonbauteilen. Plattenbau-Feldwege sozusagen. Ideal für den EcoRider, denn die Platten sind gerade breit genug, daß beide Vorderräder draufpassen.
Heute habe ich vier Varianten von Plattenbau-Feldwegen durchmessen:
Zusammenfassung: In den neuen Bundesländern sind Fahrradwege noch Fahrradwege. Gelobt sei die Platte. Ab morgen fahre ich meine letzte Etappe von Offleben bis Braunschweig durch die Altbundesrepublik. Mal sehen, wie EcoRider-geeignet da die Radwege so sind.
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