September
03
Mobilmachung
Wenn Benzin immer teurer wird, durch Biosprit in Entwicklungsländern wichtige Nahrungsmittel fehlen und die Bürger ohnehin immer weniger Geld haben (oder zu haben glauben), sollte man sich auch um des Deutschen liebstes Kind Gedanken machen: das Auto.
Das Klinikum Braunschweig macht das etwa mit einem Öko-Fahrtraining, Dienstfährradern oder einem eigenen Mobilitäts-Aktions-Tag. Und weil die Bezeichnung “umweltbewusste Mobilität” bestens auf den EcoRider passt und ich ohnehin noch in Braunschweig war, schaute ich kurzfristig auch bei dieser Veranstaltung des Klinikums vorbei - leider aber ziemlich alleine, obwohl das Klinikum immerhin 3500 Mitarbeiter hat. Aber dafür konnte ich mich zumindest ausführlich mit den anderen Ausstellern unterhalten.
Eine besonders spaßiges, wenn auch sehr teures Fortbewegungsmittel ist der Segway-Roller. Man steht auf einer Plattform zwischen zwei Rädern, vor einem der Griff mit dem das Gefährt durch pure Gewichtsverlagerung steuert - sehr gewöhnungsbedürftig, aber für Menschen mit einem guten Gleichgewichtssinn im Grunde auch sehr simpel und schnell zu erlernen. Bis zu 20km/h kann man damit fahren und Steigungen bis zu 30 Prozent bewältigen (hast Du das gehört, mein lieber EcoRider?).
Das Problem ist nur wie beim EcoRider: Wo fährt man damit? Gefährte, die sich zwischen den beiden Polen Fahrrad und Auto bewegen, gibt es nicht viele - und noch viel weniger gibt es die Infrastruktur dafür. Ein Fortschritt wären schon mal schöne, breite Radwege, die auch für Mofas (ein solches ist der EcoRider nämlich offiziell…) zugelassen sind.
Natürlich braucht auch nicht jeder ein eigenes Auto, schließlich gibt es öffentliche Verkehrsmittel, Mitfahrzentralen und Greenwheels. Im Gegensatz zu Vermietern wie Hertz, Europcar oder Sixt lohnt sich Greenwheels vor allem, wenn man nur für wenige Stunden ein Auto braucht; sei es nun, um den befreundeten Künstler in der Einöde oder die Oma in der Provinz zu besuchen, das Schlauchboot zum See zu transportieren oder die fünf Kästen Bier zur Geburtstagsfeier. Man zahlt für die gebrauchten Stunden und nicht gleich für ganze Tage - muss das Fahrzeug dafür aber auch zur Heimatstation zurückbringen.


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