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Kategorie "Bayern"


2007
August
07
16:45 Uhr

Schwarz sehen

“Blackle” klingt Schwäbisch und ist ebenso darauf bedacht, Energie und Geld zu sparen. Sonst hat es mit Schwaben wenig gemein. Vielmehr handelt es sich dabei um eine Software, die den Google-Hintergrund schwarz einfärbt. Dadurch soll Energie gespart werden. Eine ganz weiße Seite braucht 74 Watt, eine ganz schwarze nur 59 Watt, so die Blackle-Betreiber, die sogar meinen, bei einem kompletten Umstieg aller Nutzer könnten täglich einige Megawattstunden eingespart werden.

Jedenfalls sollten alle Laptop-im-Freien-Benutzer tunlichst vermeiden, ihren Bildschirm grün einzufärben. Dann könnte es nämlich sein, dass sich eine Horde Federvieh Hals über Kopf in den Laptop verliebt und nicht mehr von seiner Seite weichen will. So geschehen gestern im unterfränkischen Holzkirchen. Mit dem EcoRider natürlich, nicht mit dem Laptop. Bilder vom ungewöhnlichen Liebesspiel gibt es hier.

Vielleicht hat sich nicht nur das Federvieh, sondern auch der EcoRider verliebt; jedenfalls spielt die Elektronik verrückt. Deshalb steht er jetzt in der Werkstatt des findigen Fahrradhändlers Jürgen Baumann in Wertheim, um dort durchgecheckt zu werden. Jürgen Baumanns Sohn hatte auch gleich einen Tipp: “Mein ferngesteuertes Auto war auch mal kaputt. Das hat der Papa dann auseinander genommen und am Ende festgestellt, dass es nicht funktioniert hat, weil die Batterie in der Fernsteuerung leer war.” Naja, die Akkus scheinen in Ordnung zu sein, aber der Fehler kann eine ähnliche Lappalie sein. Nur finden muss man ihn halt.

2007
Juli
31
11:31 Uhr

Heimatsonne

von Maertl, in Kategorie Etappenziele, EcoRider, Bayern, Allgemein

Was habe ich mich früher die Berge in meiner Heimatgemeinde Burgthann hochquälen müssen. Jetzt, mit dem EcoRider, geht das plötzlich ganz einfach. Fast schade, dass der Anstieg so schnell zu Ende ist, denkt man sich. Zumindest, wenn der EcoRider nicht seinen Dienst versagt. Was er in Burgthann kurzzeitig getan hat, weil die Batterien nicht alle gleichmäßig aufgeladen waren (ein Ladegerät ist auf Reparatur-Tour).

So kam ich leicht verspätet und völlig verschwitzt zu meinem Treffen mit dem Solarstammtisch Burgthann. Böse war mir keiner. Im Gegenteil, so groß wie hier war das Interesse am EcoRider bisher noch nie, das etwa zwanzigköpfige Empfangskomitee begrüßte mich mit begeistertem Applaus.

Kein Wunder, denn erstens kannten mich viele von früher und zweitens ist das Interesse an alternativen Energien in Burgthann groß. Pro Jahr werden etwa 450.000 Kilowattstunden Strom erzeugt, 2100 Quadratmeter Solarthermie sind installiert, weiß Wolfgang Lahm vom Solarstammtisch. Damit liegt Burgthann in der Solarbundesliga immerhin auf Rang 26 der Kommunen von 10.000 bis 100.000 Einwohnern. Durch das Engagement des Solarstammtischs wurde auf dem Dach der Hauptschule eine Bürgersolaranlage installiert, an der sich umweltbewusste Bürger beteiligen können. Aber der Solarstammtisch wird auch weiterhin noch gebraucht. Denn leere Dächer gibt es noch genug.

Fotos vom Besuch in Burgthann gibt es hier.

2007
Juli
27
von Maertl, in Kategorie Etappenziele, Bayern, Allgemein

Ein Glück, der EcoRider war noch nicht in sämtliche Einzelteile zerlegt und verwertet als ich heute Morgen beim Wertstoffhof in Fürth ankam. Dort stand er nämlich über Nacht. Natürlich nicht ganz ohne Grund. Denn der Wertstoffhof liegt am Fuße des Solarberges Atzenhof, einer ehemaligen Mülldeponie, die im Jahr 2003 mit 5760 Solarmodulen bestückt wurde und die etwa 957.000 Kilowattstunden Strom im Jahr liefert. Das reicht für 250 Vierpersonenhaushalte. Oder dafür, mit dem EcoRider etwa 40 Millionen Kilometer weit zu kommen. Wenn man so viel Zeit hat (Fotos vom Besuch des Solarberges Atzenhof gibt es hier).

Fürth hat sich zur “Solarstadt” ernannt - und tut auch was dafür. Durch eine neue Anlage beim Golfpark (gleich unterhalb des Solarbergs) mit einer Leistung von einem Megawatt konnte Fürth wieder auf den dritten Platz der Solarbundesliga vorrücken. Immerhin fünf Megawatt Photovoltaik-Leistung sind bisher installiert. Trotzdem: Es gibt noch viel zu tun. Nach einer Rechnung von Gerdentisch wären 15 Prozent des Strombedarfs im Stadtgebiet durch Photovoltaikanlagen abdeckbar, im Moment sind es erst 0,8 Prozent. Mit der Ausrufung eines Solarpreises versucht die Stadt, die Nutzung der Sonnenergie attraktiver zu machen und ermöglicht es ihren Bürgern sogar, sich über einen Fonds an dem Projekt “Solarpark 1000 Jahre Fürth” zu beteiligen.

Zumindest in Sachen Photovoltaik ist es Fürth gelungen, den großen Nachbarn Nürnberg in den Schatten zu stellen. Nürnberg liegt in der Solarbundesliga nur auf dem 17. Platz. Aber immerhin hängt im Kassenhäuschen des Fürther Wertstoffhofs eine Club-Kappe (für Fußball-Ignoranten: mit “Club” ist der 1. FC Nürnberg gemeint). Und für die meisten ist die Fußballbundesliga eben immer noch die wichtigste Liga. Bis dem Fluchtlicht der Saft ausgeht.

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