Download <'http://www.adobe.com/> Flash plugin

Mai 2017
Mo Di Mi Do Fr Sa So
« Feb    
1234567
891011121314
15161718192021
22232425262728
293031  

Kategorie "Baden-Württemberg"


2007
August
07
16:45 Uhr

Schwarz sehen

“Blackle” klingt Schwäbisch und ist ebenso darauf bedacht, Energie und Geld zu sparen. Sonst hat es mit Schwaben wenig gemein. Vielmehr handelt es sich dabei um eine Software, die den Google-Hintergrund schwarz einfärbt. Dadurch soll Energie gespart werden. Eine ganz weiße Seite braucht 74 Watt, eine ganz schwarze nur 59 Watt, so die Blackle-Betreiber, die sogar meinen, bei einem kompletten Umstieg aller Nutzer könnten täglich einige Megawattstunden eingespart werden.

Jedenfalls sollten alle Laptop-im-Freien-Benutzer tunlichst vermeiden, ihren Bildschirm grün einzufärben. Dann könnte es nämlich sein, dass sich eine Horde Federvieh Hals über Kopf in den Laptop verliebt und nicht mehr von seiner Seite weichen will. So geschehen gestern im unterfränkischen Holzkirchen. Mit dem EcoRider natürlich, nicht mit dem Laptop. Bilder vom ungewöhnlichen Liebesspiel gibt es hier.

Vielleicht hat sich nicht nur das Federvieh, sondern auch der EcoRider verliebt; jedenfalls spielt die Elektronik verrückt. Deshalb steht er jetzt in der Werkstatt des findigen Fahrradhändlers Jürgen Baumann in Wertheim, um dort durchgecheckt zu werden. Jürgen Baumanns Sohn hatte auch gleich einen Tipp: “Mein ferngesteuertes Auto war auch mal kaputt. Das hat der Papa dann auseinander genommen und am Ende festgestellt, dass es nicht funktioniert hat, weil die Batterie in der Fernsteuerung leer war.” Naja, die Akkus scheinen in Ordnung zu sein, aber der Fehler kann eine ähnliche Lappalie sein. Nur finden muss man ihn halt.

2007
Juli
26
10:08 Uhr

Windjammer

Heute wird es heiß. Und der EcoRider hat keine Klimaanlage. Nur zwei kleine Ventilatoren, deren einzige Funktion die zuverlässige Leerung der Akkus ist. Dabei hätte ich doch zwei effektive Windmaschinen haben können, wenn der Hersteller sich rechtzeitig an das Mulfinger Unternehmen ebm-papst gewendet hätte.

Die stellen nämlich so energiesparende EC-Ventilatoren her, dass ich auch die wohl scherzhaft als “Hohenloher Ebene” betitelte Landschaft (eine Einheimische nannte meine Route “Buggelesstreck”) gut gekühlt und mit vollen Akkus überstanden hätte. Allerdings war es ja wie gesagt sogar so windig, dass ich mit eingebauten Windrädern sogar noch Energie hätte gewinnen können.

Die Vorteile der EC-Motoren sind offenkundig. Sie benötigen 30 Prozent weniger Energie als herkömmliche Motoren und erhitzen sich dabei auch viel weniger. Beim Einsatz an Kühltheken würde durch die Erhitzung von herkömmlichen Motoren noch zusätzliche Energie verloren gehen. In einem kleinen Supermarkt mit 40 Ventilatoren in den Kühltheken könnten durch die energiesparende EC-Technologie 3,4 MWh im Jahr gespart werden, wie ein Rechenbeispiel von ebm-papst besagt. Das entspräche einem Einsparpotenzial von 67 Prozent. Das Problem: Solche Ventilatoren sind erheblich teurer als andere - Kosten, die allerdings oft schon nach nicht einmal einem Jahr wieder drin sind (Fotos vom Besuch bei ebm-papst gibt es hier).

Na gut, so lange bin ich ja dann doch nicht unterwegs. Vielleicht habe ich deswegen keine solchen Ventilatoren. Aber wenn ich schon während der Fahrt keine Abkühlung bekommen kann, kann ich mich wenigstens für ein Stündchen ins Schwimmbad verdrücken, dachte ich mir gestern im unterfränkischen Abtswind. Nur: Wer denkt bei so einer Tour schon an eine Badehose? Dachte sich wohl auch der Bademeister und hatte Mitleid mit mir. Ausgestattet mit einem großen Handtuch und der persönlichen Badehose des Bademeisters, konnte ich mich so doch noch ins Wasser stürzen. Und feststellen: 22 Grad können ganz schön kalt sein.

2007
Juli
25
von Maertl, in Kategorie EcoRider, Baden-Württemberg, Bayern, Allgemein

Wenn das der Klimawandel ist, sollte jemand was tun. Schnell. Möglichst noch vor Ende meiner Tour. Gestern wurde ich nämlich förmlich von der Strecke geblasen, so stürmisch war es. Ein Glück, dass ich nicht nach Westen musste. Gegen den Wind hätte ich wohl nur die Hälfte der 82 Kilometer ins unterfränkische Rödelsee geschafft. Ich habe ja von jemandem gehört, der gestern darauf verzichtet hat, mit dem Auto von Mainz nach München zu fahren, weil es zu windig war. Mit dem Auto! Da kann man sich vorstellen, wie es mich im EcoRider durchgeschüttelt hat. Seit gestern darf man mich wohl offiziell “den Gegenlenker” nennen. Jedenfalls war diesmal wirklich über jedes der 200.000 Gramm, die ich durch die Gegend fahre, dankbar.

Angeblich wird der Klimawandel auch für Unternehmen immer wichtiger (Spötter würden sagen: prestigeträchtiger). Auf der sozialen Agenda der Unternehmen ist der Klimawandel vom 8. Platz im Jahr 2002 bis auf Rang vier vorgerückt. Behauptet zumindest eine Umfrage der RSM Erasmus University unter 200 großen europäischen Unternehmen. Auf Ökostrom ist deswegen trotzdem kaum ein Unternehmen umgestiegen. Öko klingt zwar gut, ist aber immer noch zu teuer, ist das häufigste Argument.

Dabei stimmt das inzwischen gar nicht mehr. Für viele Verbraucher lohnt sich der Umstieg, wie ein Preisvergleich der Berliner taz zeigt. Allerdings sind Einzelgänger im Nachteil. Während Singlehaushalte mit einem Ökostromtarif in neun Städten besser dastehen als mit dem Standardtarif des lokalen Stromanbieters, können Familien und WGs gleich in 14 Städten vom Wechsel profitieren. Damit hinter Ökostrom aber nicht gleichzeitig die vermeintlich umweltfreundliche Atomenergie steht, sollte man nur Anbietern vertrauen, die das Aktionsbündnis “Atomausstieg selber machen” empfiehlt, meint die taz. Im Moment sind das die Elektrizitätswerke Schönau, Naturstrom, Lichtblick und Greenpeace Energy. Deren Strom bekommt man in ganz Deutschland - garantiert atomstromfrei.

NACH OBEN
12pfeil