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Februar 2012
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Kategorie "Allgemein"


von Maertl, in Kategorie Allgemein

Jetzt bin ich also Blogger. Das hätte ich mir auch nie erträumen lassen. Blogger liegen doch den ganzen Tag im Bett, haben den Laptop auf dem Schoß und stopfen der Welt ihre Weisheiten und sich die Schokoriegel rein. Immer vernetzt, aber auch immer allein.

Aber hier wird alles anders. Gut, im Bett werd ich auch gelegentlich liegen, und gegen Schokoriegel habe ich auch nichts, aber ich werde rausgehen in die Welt und auf die Menschen zugehen. Sie teilhaben lassen an dem Blog und sie einladen, die Einträge fleißig zu kommentieren. Und mit mir die Geheimnisse der alternativen Energieerzeugung zu entdecken.

Obwohl ich selbst erst mal lernen muss, wie man einen Blog-Eintrag verfasst. Das muss man ja auch erst mal können, aus der Ich-Perspektive zu schreiben. Die oberste Regel im Journalismus lautet schließlich: Schreibe niemals aus der Ich-Perspektive! Die große Nabelschau soll jedenfalls ausbleiben – schließlich soll mich nach dieser Tour niemand EgoRider nennen.

von Maertl, in Kategorie Abseits der Straße, Allgemein

So ein Anruf kann einem schon gewaltig das Gehirn verschwurbeln. Da sitze ich gerade gemütlich in den Redaktionsräumen der taz in Berlin, schreibe über einen aus einer oberpfälzer Fußgängerzone verwiesenen Bettler und Gewaltvideos auf Mobiltelefonen - und plötzlich vibriert es. Erst in der Hosentasche, wenig später auch in meinem Gehirn.

Rainer ist dran, von dem ich beim kicker Sportmagazin gelernt habe, wie man bizarre Namen von Oberliga-Spielern buchstabiert. Ob ich denn von Juni bis September Zeit hätte? Na ja, eigentlich bin ich ja dieses Semester von der Uni beurlaubt, weil ich erst ein Praktikum bei der taz und dann im Juni auch noch eins bei der dpa mache. Außerdem wollte ich endlich mal ganz viel Zeit haben, für das Feuilleton der Nürnberger Nachrichten zu schreiben. Aber worum geht’s denn überhaupt?

Ob ich gerne Fahrrad fahre? Ja, durchaus. Gerne, oft und exzessiv. Auch mit einem Liegefahrrad? Noch nicht ausprobiert, aber wenigstens schmerzt da der Hintern nicht so sehr. Und bei Unwettern muss ich mich nicht als Regenwichtel verkleiden.

Ob ich Sun Microsystems kenne? Hmm, die stellen doch Server her, für Rechenzentren, oder? Aber frag mich jetzt bitte nicht, wie diese Dinger genau funktionieren. Ach, das muss ich gar nicht wissen? Weil ich erst entdecken soll, mit welchen Methoden man Energie sparen kann? Nichts lieber als das!

Aber wenn ich dann so für Sun Microsystems durch Deutschland fahre, verkaufe ich mich dann nicht irgendwie und bin nur noch das ferngesteuerte Sun-Werbemaskottchen? Das ein Tischchen aufbaut, Sun-Flyer verteilt und alle demonstrativ wegsehenden Passanten von Sun-Produkten überzeugen soll? Am Ende auch noch in knallgrünen Radlerhosen?

Nein, Glück gehabt. Sun will vor allem auf Alternativen bei der Stromerzeugung und Möglichkeiten zum Energiesparen hinweisen. Durch den Besuch von innovativen Projekten, die meist gar nicht direkt mit Sun in Verbindung stehen. Und schreiben kann ich sowieso, wie mir die Finger gewachsen sind. Gerne auch mal launisch. Juhu, das ist genau mein Ding!

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