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August 2007
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Wochenarchiv KW 32


2007
August
12
11:31 Uhr

Kein Durchblick

von Maertl, in Kategorie Hessen, Abseits der Straße, EcoRider, Allgemein

Ehrlich vergossener Schweiß ist das eine. Da hat man wenigstens noch einen gewissen Einfluss darauf, wie nass man wird. Platzregen ist das andere. Vorgestern hat es mich ganz schön erwischt als ich von Heppenheim nach Kelkheim fahren wollte. Zwischenzeitlich ging gar nichts mehr, so dass ich den EcoRider für eine Stunde am Straßenrand abstellte, ein Buch in die Hand nahm (wen es interessiert: “Schneeweiß und Rosenrot” von Dorota Maslowska - sicher nicht jedermanns Geschmack) und den Regen aufs Dach prasseln ließ. Auf die Dauer ist es aber schon etwas beklemmend, im EcoRider zu sitzen und nicht nach draußen sehen zu können. Zum Glück ließ der Regen aber irgendwann nach.

Eine Fahrt ins Ungewisse war es trotzdem, nicht nur wegen der beschlagenden Scheiben. Wer schon einmal als einziger durch eine Baustelle mit frisch geteerter Fahrbahn gewunken wurde, weiß, dass man bei diesem Nebel nicht mal einen halben Meter weit sehen kann. Hätte ja gern gesehen, wie die Autofahrer geschaut haben, als der EcoRider plötzlich aus dem Nichts auftauchte. Nachdem ich mich gestern den Hochtaunus hochgequält habe, kann ich sagen: Ich freu mich auf Ostdeutschland.

2007
August
09
von Maertl, in Kategorie Hessen, Etappenziele, Ziele, Allgemein

Passivkonstruktionen konnte er einem um die Ohren schmeißen, in einem Passivhaus wäre mein alter Lateinlehrer trotzdem nie glücklich geworden. Denn selbst bei eisigsten Temperaturen riss er zu Beginn der Stunde erst mal für ein paar Minuten alle Fenster auf. Ein Passivhaus muss dagegen so gut wie möglich isoliert sein - ist aber durch ein ausgeklügeltes Lüftungssystem trotzdem bestens belüftet.

“Eigentlich muss man ein Diktator sein, um ein Passivhaus korrekt zu führen”, meint Patricia Preikschat, Geschäftsführerin des Zwingenberger Unternehmens SurTec. Trotzdem erlaubt Preikschat es ihren Angestellten, auch mal das Fenster zu öffnen. Ihr Unternehmen war das erste in Europa, das eine Fabrik als Passivhaus errichtet hat - für einen chemischen Betrieb eine besondere Herausforderung. Glücklicherweise darf man gelegentlich auch die Eingangstür öffnen - sonst hätte ich heute nicht so effektvoll ins prächtig begrünte Atrium des Passivhauses einfahren können. Um dort von einer begeistert klatschenden Belegschaft empfangen zu werden. Hier ist der Beweis.

Noch mehr Sympathien wären mir wohl nur mit der Maus-Fahne zugeflogen. Auf vielfachen Wunsch habe ich jetzt endlich Bilder davon online gestellt (hier sind sie).

Das gesamte SurTec-Gebäude befindet sich in einer thermischen Hülle, umfasst aber drei parallele Bauten: Lager, Produktion und Büroräume. Durch die dazwischen liegenden verglasten Räume fällt viel natürliches Licht ein. Als Schallschutz wurde das Lager direkt an die Bahnlinie gebaut. Nach meinen bisherigen Erfahrungen bei der Tour kann ich sagen: So manches Hotel kann sich davon ein Scheibchen abschneiden…

Eine herkömmliche Heizung braucht der Zwingenberger Spezialist für Oberflächenbehandlung nicht. Das Lüftungssystem hält alle Räume angenehm temperiert. So konnte man sich im ersten Betriebsjahr an einem Heizenergieverbrauch von etwa 24 kWh/m²a erfreuen (im Vergleich zu rund 200 kWh/m²a in herkömmlichen Fabrikgebäuden). Wer den Blog aufmerksam verfolgt hat, weiß: Der EcoRider erfüllt nicht den Passivhaus-Standard - aber was wäre auch eine Rad-Tour ohne ehrlich vergossenen Schweiß.

2007
August
07
16:45 Uhr

Schwarz sehen

“Blackle” klingt Schwäbisch und ist ebenso darauf bedacht, Energie und Geld zu sparen. Sonst hat es mit Schwaben wenig gemein. Vielmehr handelt es sich dabei um eine Software, die den Google-Hintergrund schwarz einfärbt. Dadurch soll Energie gespart werden. Eine ganz weiße Seite braucht 74 Watt, eine ganz schwarze nur 59 Watt, so die Blackle-Betreiber, die sogar meinen, bei einem kompletten Umstieg aller Nutzer könnten täglich einige Megawattstunden eingespart werden.

Jedenfalls sollten alle Laptop-im-Freien-Benutzer tunlichst vermeiden, ihren Bildschirm grün einzufärben. Dann könnte es nämlich sein, dass sich eine Horde Federvieh Hals über Kopf in den Laptop verliebt und nicht mehr von seiner Seite weichen will. So geschehen gestern im unterfränkischen Holzkirchen. Mit dem EcoRider natürlich, nicht mit dem Laptop. Bilder vom ungewöhnlichen Liebesspiel gibt es hier.

Vielleicht hat sich nicht nur das Federvieh, sondern auch der EcoRider verliebt; jedenfalls spielt die Elektronik verrückt. Deshalb steht er jetzt in der Werkstatt des findigen Fahrradhändlers Jürgen Baumann in Wertheim, um dort durchgecheckt zu werden. Jürgen Baumanns Sohn hatte auch gleich einen Tipp: “Mein ferngesteuertes Auto war auch mal kaputt. Das hat der Papa dann auseinander genommen und am Ende festgestellt, dass es nicht funktioniert hat, weil die Batterie in der Fernsteuerung leer war.” Naja, die Akkus scheinen in Ordnung zu sein, aber der Fehler kann eine ähnliche Lappalie sein. Nur finden muss man ihn halt.

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