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August 2007
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Wochenarchiv KW 31


2007
August
05
23:13 Uhr

Gut erholt

von Maertl, in Kategorie Computer, Allgemein

Bin ich jetzt im Ruhemodus, Leerlauf oder auf Stand-by? Egal, jedenfalls bin ich in Würzburg und freue mich auf meine morgige Fahrt nach Miltenberg. Ob sich unbenutzte Computer auf zukünftige Rechenprozesse freuen, ist mir ziemlich egal, aber wie viel Energie sie in ihrer Erholungsphase benötigen, interessiert mich dann doch.

Besonders “faule” (also energiesparende) Computer erkennt man am Qualitätssiegel “Energy Star”, das von der Deutschen Energie-Agentur (dena) vergeben wird. Laut Channelpartner müssen sie über einen voreingestellten Energiesparmodus verfügen. Solche PCs verbrauchen im ausgeschalteten Zustand nicht mehr als zwei Watt, außerdem schaltet sich nach 15 Minuten Nichtstun der Bildschirm ab, nach 30 Minuten das ganze System. Warum sollte man bei Computern auch nicht nachmachen, was sich bei den Menschen bewährt hat?

Ich will den IT-Entscheidern jetzt mal zu Gute halten, dass sie wohl so viel arbeiten, dass sich ihr Computer nie abschaltet. Jedenfalls hören sie bei ihren Entscheidungen leider weniger auf ihr ökologisches Gewissen als auf ihre finanziellen Interessen. Allerdings spricht auch hier viel für Green-IT. So meint etwa die Münchner Experton Group, dass sich ein Umstieg schon allein aus wirtschaftlichen Gründen lohnt. Ein Fallbeispiel zeigt, dass sich der Infrastrukturwandel eines mittelständischen Unternehmens schon nach 32 Monaten ammortisiert. Sollten die Strompreise in der Zeit steigen, würde sich der Umstieg noch früher lohnen. Man hätte also nicht nur ein hübsches Qualitäts-Sternchen auf den Rechnern, sondern auch mehr Geld auf dem Konto.

2007
August
02
von Maertl, in Kategorie Schleswig-Holstein, Allgemein

Wenn ich müde bin, verlese ich mich gerne. Dann lese ich “Säuglingsbekämpfung” statt “Schädlingsbekämpfung”, oder “Blauhelme gegen Pfefferminz” statt “Blauhelme gegen Reitermiliz”. Heute bin ich sehr müde - obwohl ich den EcoRider für ein paar Tage stehen lasse. Denn ich bin heute mit dem Zug von Nürnberg nach Kiel gefahren, um dort das renommierte IFM-Geomar Institut für Meereswissenschaften zu besuchen (bekannt aus Frank Schätzings “Der Schwarm”).

Die Meeresforscher in Kiel untersuchen vor allem die Ozeanzirkulation und Klimadynamik, sowie deren Auswirkungen auf die maritime Lebenswelt und den Menschen. Am Meeresboden lagern riesige Vorkommen von Methanhydraten (zwölf Billionen Tonnen werden dort vermutet), die einerseits einen gewaltigen Rohstoffvorrat und die mögliche Lösung aller Energieprobleme, andererseits aber auch eine große Gefahr darstellen. Denn wenn sich die Meere weiterhin erwärmen, lösen sich diese Hydrate auf und große Mengen an Methan gelangen in die Erdatmosphäre. Methan gilt als wesentlich klimaschädlicher als Kohlenstoffdioxid, es besitzt das 23-fache Treibhauspotenzial. Deshalb kritisieren viele Umweltschützer auch schon die maßlose Rinderzucht und den Reisanbau, die beiden Hauptquellen für Methan-Ausstoß.

Durch die Auflösung der Hydrate könnte auch der Kontinentalhang vor Norwegen abrutschen, was in Westeuropa zu Tsunami-Wellen von einer Höhe von 15 bis 20 Metern führen würde. Um irgendwann genauere Vorhersagen über unterseeische Erdbeben machen zu können, müsste man rechtzeitig vor Ort sein, um Bohrungen vorzunehmen. “Wir müssen erst aufzeichnen, wie es knistert bevor es kracht, um vohersagen zu können, wann es kracht”, sagt etwa Professor Jan Hinrich Behrmann, Leiter des Forschungsbereichs “Dynamik des Ozeanbodens.

2007
Juli
31
11:31 Uhr

Heimatsonne

von Maertl, in Kategorie Etappenziele, EcoRider, Bayern, Allgemein

Was habe ich mich früher die Berge in meiner Heimatgemeinde Burgthann hochquälen müssen. Jetzt, mit dem EcoRider, geht das plötzlich ganz einfach. Fast schade, dass der Anstieg so schnell zu Ende ist, denkt man sich. Zumindest, wenn der EcoRider nicht seinen Dienst versagt. Was er in Burgthann kurzzeitig getan hat, weil die Batterien nicht alle gleichmäßig aufgeladen waren (ein Ladegerät ist auf Reparatur-Tour).

So kam ich leicht verspätet und völlig verschwitzt zu meinem Treffen mit dem Solarstammtisch Burgthann. Böse war mir keiner. Im Gegenteil, so groß wie hier war das Interesse am EcoRider bisher noch nie, das etwa zwanzigköpfige Empfangskomitee begrüßte mich mit begeistertem Applaus.

Kein Wunder, denn erstens kannten mich viele von früher und zweitens ist das Interesse an alternativen Energien in Burgthann groß. Pro Jahr werden etwa 450.000 Kilowattstunden Strom erzeugt, 2100 Quadratmeter Solarthermie sind installiert, weiß Wolfgang Lahm vom Solarstammtisch. Damit liegt Burgthann in der Solarbundesliga immerhin auf Rang 26 der Kommunen von 10.000 bis 100.000 Einwohnern. Durch das Engagement des Solarstammtischs wurde auf dem Dach der Hauptschule eine Bürgersolaranlage installiert, an der sich umweltbewusste Bürger beteiligen können. Aber der Solarstammtisch wird auch weiterhin noch gebraucht. Denn leere Dächer gibt es noch genug.

Fotos vom Besuch in Burgthann gibt es hier.

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