Download <'http://www.adobe.com/> Flash plugin

Juli 2007
Mo Di Mi Do Fr Sa So
« Jun   Aug »
 1
2345678
9101112131415
16171819202122
23242526272829
3031  

Wochenarchiv KW 28


von Maertl, in Kategorie Hessen, Nordrhein-Westfalen, EcoRider, Allgemein

Windräder machen mir Angst. Gut, 45 Prozent des durch erneuerbare Energieträger erzeugten Stroms stammen aus der Windkraft und Off-Shore-Windparks sollen diese Zahl noch erhöhen. Aber: Man muss sich ja nicht unbedingt drunter stellen. Bis auf ein dumpfes “Flap-Flap” hört man zwar recht wenig und wenn man wie ich einen verregneten Tag erwischt, ist auch der Schattenschlag kein Problem. Trotzdem: Windräder machen mir ganz einfach Angst, weil sie so groß sind. Der Rotordurchmesser liegt zwischen 40 und 90 Metern. NEUNZIG!!

Da wurde mir schon etwas mulmig als ich nahe Bleiwäsche im Sauerland in einem Windpark stand und sich das Äquivalent eines halben Fußballfeldes über mir drehte. Da möchte man wahrlich nicht unten stehen, wenn so ein Ding mal runter fällt. Einen kleinen Größenvergleich mit dem EcoRider gibt es übrigens hier.

Die Windräder hatten gestern ganz schön zu tun, denn windig war’s in der Tat als ich satte 85 bergige Kilometer von Paderborn nach Willingen zurücklegte. Und wer schon mal mit dem Fahrrad gegen Windböen angefahren ist, weiß, wieviel Energie darin steckt. Die Wasserkraft ist in Deutschland wohl nicht mehr sehr ausbaufähig, zumindest kann kaum mehr vom Himmel fallen, als es das gestern getan hat.

Wer sich gefragt hat, wie schnell der EcoRider fahren kann: Gestern habe ich bei noch trockener Strecke und einer langen, geraden Abfahrt immerhin 58 km/h geschafft. Da fühlt man sich aber auch schon wie beim Seifenkistenrennen. Oder wie mit dem Trabi auf der Autobahn.

2007
Juli
11
von Maertl, in Kategorie Etappenziele, Nordrhein-Westfalen

“Ich bin jemand, der immer sofort das Licht ausmacht, wenn keiner mehr im Zimmer ist”, sagt Ralf Hoppe, Geschäftsführer des Detmolder Unternehmens Weidmüller. Er ist ein Meister des Energiesparens. An seiner eigenen spart er aber kaum. Nachdem er den EcoRider signiert hatte, wagte er sich sogar in den Fahrersitz und gab begeistert Gas.

In seiner Firma hat er das Energiesparen perfektioniert. Das heißt nicht, das seine Mitarbeiter jeden verpetzen, der mal das Licht brennen lässt, sondern, dass Weidmüller kreative Wege einschlägt, um Energie zu sparen. Und zwar jede Menge.

Aber fangen wir ganz vorne an. Bei den Schrauben. Um diese mit Zink, Silber oder anderen Metallen zu beschichten, braucht man sogenannte Galvanikbecken. Diese unter Strom stehenden Badewannen hat man bis vor kurzem noch mit Tauchsiedern geheizt. Man hat also einfach einen Heizstab hineingehalten und so jede Menge Energie verpulvert. Jetzt werden die Becken mit einem eigenen erdgasbetriebenen Blockheizkraftwerk geheizt, womit Weidmüller jährlich etwa 775.000 kWh Strom einspart und sich mit dem 1. Platz beim “Energy Efficieny Award 2007″ schmücken kann. Und jährlich 160.000 Euro mehr auf dem Konto hat. Na, wenn das kein Grund zum Energie sparen ist.

2007
Juli
10
23:38 Uhr

Die Maus on Tour

von Maertl, in Kategorie Nordrhein-Westfalen, Bergauf, bergab

Gestern ist’s passiert. Bei irgendeiner furiosen Abfahrt (bei der Einfahrt nach Detmold habe ich meinen bisherigen Geschwindigkeitsrekord von 53 km/h aufgestellt) habe ich mein schickes gelbes Fähnchen verloren. Der ehrliche Finder möge sich bitte schnellstmöglich melden!

Die Suche nach Ersatz verlieft heute zunächst ergebnislos. Denn im Fahrradladen am Platze führten sie weder Fahnen noch Fahrradkarten. Eco-Sport und EGO-SPORT (ja, so heißt der Laden tatsächlich!) passen eben einfach nicht zusammen. Stattdessen fahre ich nun bis Willingen ein “Sendung mit der Maus”-Fähnchen spazieren (Foto folgt demnächst, fürchte ich).

Dafür ist die erste Etappe, der Besuch beim Detmolder Unternehmen Weidmüller vollauf geglückt (mehr dazu im nächsten Eintrag), sogar die Sonne hat sich kurz hervorgetraut. Und eine echte Premiere gab es auch: mein erstes Radio-Interview (für Radio Lippe). Ich habe mich wohl ein paar Mal etwas verhaspelt oder übelst gefränkelt, aber ansonsten habe ich es glaube ich ganz ordentlich gemacht.

Dann kamen die schlechten Nachrichten: Statt entspannte 20 Kilometer nach Paderborn zu fahren, musste ich eine 60 Kilometer lange Ausweichroute wählen (die andere war zu steil und stark befahren). Und die führte auch noch mitten durch die Gewitterfront. Jeder, der schon mal versucht hat, bei Platzregen jemanden nach dem Weg zu fragen, kann mein heutiges Schicksal nachempfinden.

Doch eine Feststellung habe ich auch schon gemacht: Die schönsten Momente ereignen sich oft, wenn man sich mal wieder ordentlich verfahren hat. Und dann statt an der Schnellstraße plötzlich am Lippesee entlangfährt oder durch den Schloßpark von Schloß Neuhaus kurvt. Gut wäre natürlich, wenn man in dem Moment schon wüsste, dass man irgendwann heil ankommt.

Zumindest das ist mir heute geglückt, wenn auch erst gegen 20 Uhr. In Paderborn gab es das erste Mal Probleme, den EcoRider unterzustellen. Aber ein Hotel-Manager trägt seinen Namen nicht umsonst. Ein kurzer Anruf beim Nachbarn, und jetzt steht mein Gefährt in der dortigen Carport-Werkstatt und stärkt sich für die morgige Tour nach Willingen. Der Tag endete aber immerhin wieder mit einem Lächeln, als der muskelbepackte Nachbar meine Tour kommentierte: “Da muss man ganz schön mutig sein, um sowas zu machen.” Tja.

NACH OBEN
12pfeil