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Wochenarchiv KW 26


2007
Juni
28
von Maertl, in Kategorie EcoRider, On the Road again

Endlich unterwegs. Zwar nur im Heimstettener Gewerbegebiet, aber immerhin. Mit einer liebevoll für mich gezeichneten Skizze in der Hand navigiere ich zwischen den Lagerhallen umher. Auf langen Geraden und in scharfen Kurven teste ich, wo die Grenzen des Gefährts und meiner Reaktionsfähigkeit sind.

Dann steigt das Adrenalin. Eine RICHTIGE Straße. Vorsichtig taste ich mich an die Abzweigung heran. Mächtige Lkws rauschen vorbei. Jetzt wird es ernst. Gut umgeschaut, kurz Gas gegeben und los geht’s. Eigentlich gar nicht so schwer. Bis jetzt.

Doch da, ein monströser Lkw taucht im Seitenspiegel auf. Wird er mich platt machen, aus dem Weg rammen oder nur ganz schnöde schneiden? Weit gefehlt. In der Tat. Denn der Lkw überholt mich in großem Bogen. Ein entgegenkommender Lkw-Fahrer nickt mir sogar anerkennend zu. Grüß dich, Kollege!

So lässt sich’s aushalten. Links und rechts rauschen die Felder vorbei, vorne strahlt einen das Alpenpanorama an und neben mir bleiben die Fußgänger ungläubig stehen. Nur Hunde wissen nicht, wie sie mit dem komischen Gefährt umgehen sollen. Ein Heimstettener Kampfkläffer wird vom resoluten Frauchen mit einem kräftigen Ruck an der Leine in der Luft zurückgerissen und so vom Freitod abgehalten.

Apropos: Kieswege sollte ich in Zukunft meiden, das merke ich schnell. Und Schlaglöcher sind auch nicht unbedingt mit Höchstgeschwindigkeit zu nehmen. Doch die Entschädigung für den wunden Hintern folgt sofort: Kein Porsche-Fahrer findet so viel Beachtung, wenn er am Heimstettener See vorfährt, wie ich mit meinem giftgrünen Flitzer.

2007
Juni
27
12:26 Uhr

Pimp my EcoRider

von Maertl, in Kategorie Computer, EcoRider

Andreas von Bechtolsheim ist einer der wenigen, die ich den EcoRider zerlegen lassen würde. Er würde es vermutlich schaffen, aus den gleichen Bauteilen ein noch besseres Gefährt zusammenzubauen. Nicht nur, weil er 1982 einer der vier Sun-Gründer war. Eher, weil er schon als Sechsjähriger den Kassettenrekorder seines Vaters auseinandergenommen hat. Gut, das habe ich auch. Aber während bei uns die Teile noch verstreut im Keller herumfliegen, funktionierte der Bechtolsheimsche Apparat schon bald wieder wie zuvor. Respekt.

Umso schöner, dass sich dieser Mann, der lieber zur Tat schreitet (Zitat: “Meine erste Lötstelle roch einfach magisch”) als seine Energie in Meetings zu vergeuden, am Rande der International Supercomputing Conference in Dresden Zeit genommen hat, den EcoRider zu signieren und Probe zu sitzen. Bei der nächsten Begegnung mit dem EcoRider werde ich erst mal tief einatmen, um herauszufinden, wie Erfolg riecht. Mit so viel positiver Energie im Gepäck kann eigentlich nicht mehr viel schief gehen.

Und auch ganz persönlich macht mir der “Sun-Mitarbeiter Nr. 1″ Hoffnung: Auch aus Lehrerkindern und Landeiern kann also was werden…

2007
Juni
26
von Maertl, in Kategorie Computer

Auch in den USA gibt es Sweatshops. Wegen Engpässen in der Energieversorung mussten bei der US-Abhörbehörde NSA (National Security Agency) schon im vergangenen Sommer die Klimaanlagen zeitweise ausgeschaltet werden. Im Winter wurde dafür die Heizung abgedreht, manche Mitarbeiter saßen mit Handschuhen an ihren Hochleistungsrechnern.

Seit Jahren gibt es in “Crypto City” im US-Bundesstaat Maryland Schwierigkeiten mit der Klimatisierung, der Energieversorgung und den veralteten Räumlichkeiten. Anfang 2000 mussten die Datensammler wegen eines Totalausfall des Netzwerks das Ausspionieren von E-Mails, Telefongesprächen und Faxen für fast fünf Tage einstellen. Zu Beginn dieses Sommes kam es wieder zu stundenlangen Stromausfällen, wie die “Baltimore Sun” berichtet.

Grund: Die NSA hatte zu wenig berücksichtigt, dass die neuen Rechner ungleich mehr Hitze erzeugen und Energie verbrauchen als ihre Vorgänger. Zwei neue Supercomputer konnten 2006 aus Angst vor einem Netzwerkkollaps gar nicht erst hochgefahren werden. Die Einführung neuer Spionagetechnik scheitert immer wieder an den energiefressenden Kühlsystemen.

Es ist wohl höchste Zeit, energiesparende Server zu entwickeln, wenn sogar ein milliardenschwerer Nachrichtendienst wie die NSA Probleme mit der Energieversorgung und der Rechnerkühlung hat. Schließlich sollen uns unsere amerikanischen Freunde auch in Zukunft noch klar und deutlich hören können.

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