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Wochenarchiv KW 25


2007
Juni
22
von Maertl, in Kategorie EcoRider, Bayern, Allgemein

Da steht er nun, mein neuer bester Freund für die nächsten drei Monate. Und glänzt so knallig neongrün, dass die Fliegen ganz kirre davon werden. Mir ergeht’s aber auch nicht viel besser. Schon als ich vorgestern den ersten Blick auf den EcoRider erhaschen konnte, war ich hin und weg, obwohl ich nur ein paar erste Runden im engen Hinterhof drehen konnte. Die Bedienung scheint gar nicht so schwer zu sein, nur das Bremsen sollte man nicht vergessen. Schließlich sitzt man zwar wie im Auto, bremst aber mit den Händen wie beim Fahrrad. Sobald man schneller fährt, fühlt man sich wie in einem Computerspiel. Nur ein Game Over sollte man hier tunlichst vermeiden.

Vor der TU München in Garching, mit der Black Box (dem Rechenzentrum im Container) im Hintergrund macht sich der EcoRider noch besser. Aber das soll er auch, schließlich wird er hier getauft. Informatikprofessor Arndt Bode erledigt das mit schwungvoller Signatur und geübter Champagnerdusche (wer das wohl wieder sauber machen darf…). Einen Namen habe ich dem EcoRider noch nicht gegeben, aber es ist ein Junge - glaube ich. Vorschläge sind natürlich immer willkommen!

Ein paar Tipps konnte ich auch gleich einholen, von Martin, dem Studenten mit dem gelben Liegedreirad. Nach einer wilden Probefahrt weiß ich: Sein Gefährt ist deutlich leichter und wendiger - aber eben auch ungeschützt vor Wolkenbrüchen und Champagnerduschen.

Demnächst werde ich den EcoRider ausgiebig ausfahren, auch mal mit Höchstgeschwindigkeit und im Straßenverkehr. Aber erst geht er im Transporter auf die Reise nach Dresden, zur International Supercomputing Conference.

von Maertl, in Kategorie Allgemein

Jetzt bin ich also Blogger. Das hätte ich mir auch nie erträumen lassen. Blogger liegen doch den ganzen Tag im Bett, haben den Laptop auf dem Schoß und stopfen der Welt ihre Weisheiten und sich die Schokoriegel rein. Immer vernetzt, aber auch immer allein.

Aber hier wird alles anders. Gut, im Bett werd ich auch gelegentlich liegen, und gegen Schokoriegel habe ich auch nichts, aber ich werde rausgehen in die Welt und auf die Menschen zugehen. Sie teilhaben lassen an dem Blog und sie einladen, die Einträge fleißig zu kommentieren. Und mit mir die Geheimnisse der alternativen Energieerzeugung zu entdecken.

Obwohl ich selbst erst mal lernen muss, wie man einen Blog-Eintrag verfasst. Das muss man ja auch erst mal können, aus der Ich-Perspektive zu schreiben. Die oberste Regel im Journalismus lautet schließlich: Schreibe niemals aus der Ich-Perspektive! Die große Nabelschau soll jedenfalls ausbleiben – schließlich soll mich nach dieser Tour niemand EgoRider nennen.

2007
Juni
18
von Maertl, in Kategorie Abseits der Straße, EcoRider

Kalkutta kenne ich schon. So gut, dass es mir neulich in dem Film „The Namesake“ deutlich vertrauter war als New York. Riga? Klar. Bihac? Auch schon gesehen. Montpellier? Blöde Frage.

Aber wie sieht’s wohl in Detmold, Mulfingen oder Zwingenberg aus? Eigentlich muss es doch einen Grund dafür geben, dass dort Menschen leben, oder? Franz Beckenbauer meint ja, dass dies ein wunderschönes Land sei, von oben. Ich will Deutschland aber nicht im Luxus-Hubschrauber erkunden, sondern auf Augenhöhe mit den Menschen. Na ja, eigentlich sogar noch darunter…

Aber was werden sie wohl denken, wenn ich mit meinem futuristischen Gefährt an ihrem geranienbestückten Fachwerkhäuschen vorbeifahre? Werden sie mich aufhalten und auf ein halbes Blech Streuselkuchen einladen? Werden die Kinder Seile über die Straße spannen und Wegezoll verlangen? Ich werde wohl kaum bonbonwerfend durch die Gassen gleiten, aber: Wird man mich beachten? Oder werde ich einfach nur durchrauschen?

Und wie werden mich die Autofahrer wahrnehmen? Werden sie mich so entgeistert anstarren, dass sie kurzerhand über mich drüberfahren? Werden sie mich schneiden, anhupen oder als Verkehrshindernis beschimpfen? Oder so fasziniert hinter mir herfahren, dass sie selbst den Verkehr aufhalten?

Bis jetzt habe ich noch keine Ahnung, wie anstrengend die Tour werden wird. Es soll ja um den sparsameren Umgang mit Ressourcen gehen – aber wie sparsam kann ich mit meinen eigenen Ressourcen umgehen? Wieviel Energie werde ich verbrennen – und wie sehr verbrennt mich die Sonne?

Trainiert habe ich schon ein bisschen. Mit dem Mountainbike. Wie man mit einem Fahrrad fährt, weiß ich, seit ich drei bin. Aber so ein außerirdisches Hybrid-Gefährt wie den EcoRider? Hoffentlich muss ich nicht rückwärts einparken…

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