August
27
Ko-Ko-Kopfsteinpflaster
Sehr passend, daß Martin heute nachmittag hier von Eßstäbchen geschrieben hat. Ich jedenfalls habe gerade Gebratenen Curryreis mit Huhn, Schinken und Shrimps vom China-Bringdienst und zwei Flaschen Radler im Bauch - mit einer wiederverwendbaren (und nachher brav gespülten) Gabel gegessen.
Aber von Anfang an: Umringt von Schaulustigen, erwartet mich der EcoRider mittags am Bahnhof Dessau. Mein Kollege hat es von Bitterfeld hergeschafft, ohne einen Strich Strom zu verbrauchen. Das will ich auch versuchen: Eine Batterieladung weniger; 600 Gramm CO2 gespart. Laut dem netten Herrn von der Mobilitätszentrale ist der Weg nach Schönebeck auch völlig flach und sogar zum Teil mit nagelneuen Radwegen ausgestattet. Beste Voraussetzungen also.
Zunächst jedoch soll ein so schön designtes und funktionelles Gefährt wie der EcoRider bei der Mutter des funktionellen Designs vorbeischauen: Beim Bauhaus, schließlich sind wir in Dessau.
Danach geht es - unterbrochen von Ortsdurchfahrten mit aufrüttelndem Kopfsteinpflaster (ich hasse Kopfsteinpflaster) - etwa 55km lang so wie auf diesem kurzen Film.
Am Ziel, nach gut fünf Stunden Fahrzeit, habe ich tatsächlich den Elektromotor nur zum schwungvollen Verlassen der Saalefähre gebraucht und stattdessen 4732 Kilokalorien verbraucht. Und beim Verbrennen dieser Kalorien 2000 Gramm CO2 ausgeatmet. Während ich 600 Gramm eingespart habe. Morgen schalte ich den Motor wieder zu.


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