August
26
Managertrainings und Geisterhotel
Wenn jemand Führungskraft werden will und so richtig weit nach oben möchte, dann muss er Trainings machen. Das macht man bei externen Firmen, die gerne viel Geld dafür nehmen. Im Trend sind sogenannte „Outdoortrainings für Manager“, wo , Zitat: „…Ihre Manager in einem Change Management auf neue Ziele eingenordet werden“. Das könnte man günstiger haben. Man kaufe sich einen Aerorider und lasse die angehenden Führungskräfte vier Tage lang auf sich alleine gestellt fahren, denn:
Belastbarkeit = mit einer 1:100.000er Karte durch die Großstadt
Durchhaltevermögen = bei 35 Grad im Plexiglaskäfig eine 10 prozentige Steigung 2 km radeln
Verhalten in extremen Stresssituationen: Mit dem EcoRider auf dem Feldweg in den Graben fahren und wieder flott machen.
Zielorientierung/Termindruck = auch wenn der Akku leer ist, das vorgesehene Etappenziel strampelnd erreichen.
Ansonsten war die Etappe von Wurzen nach Bitterfeld heute ein Genuss. Nicht ganz so heiß, kaum Steigung, nur etwas Gegenwind, aber: Schweinezucht. Zum Beispiel in Wannewitz bei Bitterfeld (siehe Fotos auf flickr). Eine Halle ohne Fenster, die sich „Schweinefarm“ nennt. Und der Gestank ist höllisch. Arme Schweine. Ankunft in Bitterfeld im Hotel Central. Mich wunderte ja schon, dass sie bei der Buchung sagten, das Hotel ist nicht besetzt und die Schlüssel seien im Versteck XY. Aber dass ich alleine bin in einem Hotel mit 33 Zimmern hätte ich mir nicht gedacht. Es ist NIEMAND da – nur der Sun EcoRider und ich im Geisterhotel. Ich habe heute heute Abend vegetarische Pizza und Gurkensalat gegessen, wegen der Schweinezucht und so. Und Adriano Celentano singt „Azzuro“.


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