August
12
Kein Durchblick
Ehrlich vergossener Schweiß ist das eine. Da hat man wenigstens noch einen gewissen Einfluss darauf, wie nass man wird. Platzregen ist das andere. Vorgestern hat es mich ganz schön erwischt als ich von Heppenheim nach Kelkheim fahren wollte. Zwischenzeitlich ging gar nichts mehr, so dass ich den EcoRider für eine Stunde am Straßenrand abstellte, ein Buch in die Hand nahm (wen es interessiert: “Schneeweiß und Rosenrot” von Dorota Maslowska - sicher nicht jedermanns Geschmack) und den Regen aufs Dach prasseln ließ. Auf die Dauer ist es aber schon etwas beklemmend, im EcoRider zu sitzen und nicht nach draußen sehen zu können. Zum Glück ließ der Regen aber irgendwann nach.
Eine Fahrt ins Ungewisse war es trotzdem, nicht nur wegen der beschlagenden Scheiben. Wer schon einmal als einziger durch eine Baustelle mit frisch geteerter Fahrbahn gewunken wurde, weiß, dass man bei diesem Nebel nicht mal einen halben Meter weit sehen kann. Hätte ja gern gesehen, wie die Autofahrer geschaut haben, als der EcoRider plötzlich aus dem Nichts auftauchte. Nachdem ich mich gestern den Hochtaunus hochgequält habe, kann ich sagen: Ich freu mich auf Ostdeutschland.


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