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2007
August
09
von Maertl, in Kategorie Hessen, Etappenziele, Ziele, Allgemein

Passivkonstruktionen konnte er einem um die Ohren schmeißen, in einem Passivhaus wäre mein alter Lateinlehrer trotzdem nie glücklich geworden. Denn selbst bei eisigsten Temperaturen riss er zu Beginn der Stunde erst mal für ein paar Minuten alle Fenster auf. Ein Passivhaus muss dagegen so gut wie möglich isoliert sein - ist aber durch ein ausgeklügeltes Lüftungssystem trotzdem bestens belüftet.

“Eigentlich muss man ein Diktator sein, um ein Passivhaus korrekt zu führen”, meint Patricia Preikschat, Geschäftsführerin des Zwingenberger Unternehmens SurTec. Trotzdem erlaubt Preikschat es ihren Angestellten, auch mal das Fenster zu öffnen. Ihr Unternehmen war das erste in Europa, das eine Fabrik als Passivhaus errichtet hat - für einen chemischen Betrieb eine besondere Herausforderung. Glücklicherweise darf man gelegentlich auch die Eingangstür öffnen - sonst hätte ich heute nicht so effektvoll ins prächtig begrünte Atrium des Passivhauses einfahren können. Um dort von einer begeistert klatschenden Belegschaft empfangen zu werden. Hier ist der Beweis.

Noch mehr Sympathien wären mir wohl nur mit der Maus-Fahne zugeflogen. Auf vielfachen Wunsch habe ich jetzt endlich Bilder davon online gestellt (hier sind sie).

Das gesamte SurTec-Gebäude befindet sich in einer thermischen Hülle, umfasst aber drei parallele Bauten: Lager, Produktion und Büroräume. Durch die dazwischen liegenden verglasten Räume fällt viel natürliches Licht ein. Als Schallschutz wurde das Lager direkt an die Bahnlinie gebaut. Nach meinen bisherigen Erfahrungen bei der Tour kann ich sagen: So manches Hotel kann sich davon ein Scheibchen abschneiden…

Eine herkömmliche Heizung braucht der Zwingenberger Spezialist für Oberflächenbehandlung nicht. Das Lüftungssystem hält alle Räume angenehm temperiert. So konnte man sich im ersten Betriebsjahr an einem Heizenergieverbrauch von etwa 24 kWh/m²a erfreuen (im Vergleich zu rund 200 kWh/m²a in herkömmlichen Fabrikgebäuden). Wer den Blog aufmerksam verfolgt hat, weiß: Der EcoRider erfüllt nicht den Passivhaus-Standard - aber was wäre auch eine Rad-Tour ohne ehrlich vergossenen Schweiß.

Rainer 1.
09.08.2007, 22:09 Uhr

Herr Kolk! Ich hatte ihn ja nur in Geschichte. Aus toten Sprachen habe ich mir nicht so viel gemacht. Kurzes Hemd, offenes Fenster, eisige Stimmung! Es lebe das Leibniz-Gymnasium Altdorf.

Maertl 2.
09.08.2007, 22:12 Uhr

Jawoll, Herr Kolk. Der einzig wahre. Immer offen für einen Plausch mit Edgar, dem einsamen Fisch im Klassenaquarium.

Goldenfrog 3.
10.08.2007, 13:17 Uhr

Passivkonstruktionen sind einfach klasse, wenn man überlegt, dass sie so gut wie ohne Heizungswärme die Temperatur auch bei Kälte konstant lassen, siehe auch: http://wellenreiter.blog.de/
In den USA, wo man derzeit versucht ökologisch zu sein, geht der Hausbau meist immer noch so: man nehme ein paar Bretter, nagle sie zusammen, Fenster rein, Farbe drauf und natürlich den Stromanschluss für die Klimaanlage, die dann die kalte Luft wieder durch die Ritzen bläst:
http://www.timswan.com/mtblog/.....house.html
Zumindest ist nach dem Hurricane alles schnell wieder aufgebaut

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