August
05
Gut erholt
Bin ich jetzt im Ruhemodus, Leerlauf oder auf Stand-by? Egal, jedenfalls bin ich in Würzburg und freue mich auf meine morgige Fahrt nach Miltenberg. Ob sich unbenutzte Computer auf zukünftige Rechenprozesse freuen, ist mir ziemlich egal, aber wie viel Energie sie in ihrer Erholungsphase benötigen, interessiert mich dann doch.
Besonders “faule” (also energiesparende) Computer erkennt man am Qualitätssiegel “Energy Star”, das von der Deutschen Energie-Agentur (dena) vergeben wird. Laut Channelpartner müssen sie über einen voreingestellten Energiesparmodus verfügen. Solche PCs verbrauchen im ausgeschalteten Zustand nicht mehr als zwei Watt, außerdem schaltet sich nach 15 Minuten Nichtstun der Bildschirm ab, nach 30 Minuten das ganze System. Warum sollte man bei Computern auch nicht nachmachen, was sich bei den Menschen bewährt hat?
Ich will den IT-Entscheidern jetzt mal zu Gute halten, dass sie wohl so viel arbeiten, dass sich ihr Computer nie abschaltet. Jedenfalls hören sie bei ihren Entscheidungen leider weniger auf ihr ökologisches Gewissen als auf ihre finanziellen Interessen. Allerdings spricht auch hier viel für Green-IT. So meint etwa die Münchner Experton Group, dass sich ein Umstieg schon allein aus wirtschaftlichen Gründen lohnt. Ein Fallbeispiel zeigt, dass sich der Infrastrukturwandel eines mittelständischen Unternehmens schon nach 32 Monaten ammortisiert. Sollten die Strompreise in der Zeit steigen, würde sich der Umstieg noch früher lohnen. Man hätte also nicht nur ein hübsches Qualitäts-Sternchen auf den Rechnern, sondern auch mehr Geld auf dem Konto.


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