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2007
August
02
von Maertl, in Kategorie Schleswig-Holstein, Allgemein

Wenn ich müde bin, verlese ich mich gerne. Dann lese ich “Säuglingsbekämpfung” statt “Schädlingsbekämpfung”, oder “Blauhelme gegen Pfefferminz” statt “Blauhelme gegen Reitermiliz”. Heute bin ich sehr müde - obwohl ich den EcoRider für ein paar Tage stehen lasse. Denn ich bin heute mit dem Zug von Nürnberg nach Kiel gefahren, um dort das renommierte IFM-Geomar Institut für Meereswissenschaften zu besuchen (bekannt aus Frank Schätzings “Der Schwarm”).

Die Meeresforscher in Kiel untersuchen vor allem die Ozeanzirkulation und Klimadynamik, sowie deren Auswirkungen auf die maritime Lebenswelt und den Menschen. Am Meeresboden lagern riesige Vorkommen von Methanhydraten (zwölf Billionen Tonnen werden dort vermutet), die einerseits einen gewaltigen Rohstoffvorrat und die mögliche Lösung aller Energieprobleme, andererseits aber auch eine große Gefahr darstellen. Denn wenn sich die Meere weiterhin erwärmen, lösen sich diese Hydrate auf und große Mengen an Methan gelangen in die Erdatmosphäre. Methan gilt als wesentlich klimaschädlicher als Kohlenstoffdioxid, es besitzt das 23-fache Treibhauspotenzial. Deshalb kritisieren viele Umweltschützer auch schon die maßlose Rinderzucht und den Reisanbau, die beiden Hauptquellen für Methan-Ausstoß.

Durch die Auflösung der Hydrate könnte auch der Kontinentalhang vor Norwegen abrutschen, was in Westeuropa zu Tsunami-Wellen von einer Höhe von 15 bis 20 Metern führen würde. Um irgendwann genauere Vorhersagen über unterseeische Erdbeben machen zu können, müsste man rechtzeitig vor Ort sein, um Bohrungen vorzunehmen. “Wir müssen erst aufzeichnen, wie es knistert bevor es kracht, um vohersagen zu können, wann es kracht”, sagt etwa Professor Jan Hinrich Behrmann, Leiter des Forschungsbereichs “Dynamik des Ozeanbodens.

Martin 1.
03.08.2007, 14:00 Uhr

Hi, Martin,
ich weiß, dass das überhaupt nicht zum Thema passt, aber ich will einfach mal einen Eintrag in deinen Blog schreiben. Will Dir damit zeigen, dass ich ab und zu hier vorbei surfe.
Deshalb lese ich die Meldung des Tages von meinem Kalenderblatt vor:
Am 2. August 1984 wurde an der Universität Karlsruhe die erste E-Mail empfangen.
Hättest Du´s gewusst?
Grüße,
Martin

Julia 2.
05.08.2007, 22:50 Uhr

Zum Thema Verlesen bei starker Müdigkeit möchte ich etwas beitragen: Heute fuhr ich durchs schöne Oberbayern, als mir ein imposantes Holzschild Kuhfladen offerierte. Na gut, es wollte doch nur auf einen Hofladen aufmerksam machen. Aber die Tatsache, dass eine Kuh darunter abgebildet war und sich während der Bergtour Sonnencreme auf meinen Kontaktlinsen festgesetzt hatte, hat meine Wahrnehmung irritiert.

Maertl 3.
07.08.2007, 11:35 Uhr

Gestern ist mir ein sehr interessantes Fallbeispiel zum Thema Verlesen bei starker Müdigkeit untergekommen. Statt “Starkregen in Nordrhein-Westfalen” habe ich “Stehkrägen in Nordrhein-Westfalen” gelesen. Dabei treiben die doch eher in München ihr Unwesen.

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