Juli
12
Wenn einem der Himmel auf den Kopf fällt
Windräder machen mir Angst. Gut, 45 Prozent des durch erneuerbare Energieträger erzeugten Stroms stammen aus der Windkraft und Off-Shore-Windparks sollen diese Zahl noch erhöhen. Aber: Man muss sich ja nicht unbedingt drunter stellen. Bis auf ein dumpfes “Flap-Flap” hört man zwar recht wenig und wenn man wie ich einen verregneten Tag erwischt, ist auch der Schattenschlag kein Problem. Trotzdem: Windräder machen mir ganz einfach Angst, weil sie so groß sind. Der Rotordurchmesser liegt zwischen 40 und 90 Metern. NEUNZIG!!
Da wurde mir schon etwas mulmig als ich nahe Bleiwäsche im Sauerland in einem Windpark stand und sich das Äquivalent eines halben Fußballfeldes über mir drehte. Da möchte man wahrlich nicht unten stehen, wenn so ein Ding mal runter fällt. Einen kleinen Größenvergleich mit dem EcoRider gibt es übrigens hier.
Die Windräder hatten gestern ganz schön zu tun, denn windig war’s in der Tat als ich satte 85 bergige Kilometer von Paderborn nach Willingen zurücklegte. Und wer schon mal mit dem Fahrrad gegen Windböen angefahren ist, weiß, wieviel Energie darin steckt. Die Wasserkraft ist in Deutschland wohl nicht mehr sehr ausbaufähig, zumindest kann kaum mehr vom Himmel fallen, als es das gestern getan hat.
Wer sich gefragt hat, wie schnell der EcoRider fahren kann: Gestern habe ich bei noch trockener Strecke und einer langen, geraden Abfahrt immerhin 58 km/h geschafft. Da fühlt man sich aber auch schon wie beim Seifenkistenrennen. Oder wie mit dem Trabi auf der Autobahn.


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