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2007
Juni
26
von Maertl, in Kategorie Computer

Auch in den USA gibt es Sweatshops. Wegen Engpässen in der Energieversorung mussten bei der US-Abhörbehörde NSA (National Security Agency) schon im vergangenen Sommer die Klimaanlagen zeitweise ausgeschaltet werden. Im Winter wurde dafür die Heizung abgedreht, manche Mitarbeiter saßen mit Handschuhen an ihren Hochleistungsrechnern.

Seit Jahren gibt es in “Crypto City” im US-Bundesstaat Maryland Schwierigkeiten mit der Klimatisierung, der Energieversorgung und den veralteten Räumlichkeiten. Anfang 2000 mussten die Datensammler wegen eines Totalausfall des Netzwerks das Ausspionieren von E-Mails, Telefongesprächen und Faxen für fast fünf Tage einstellen. Zu Beginn dieses Sommes kam es wieder zu stundenlangen Stromausfällen, wie die “Baltimore Sun” berichtet.

Grund: Die NSA hatte zu wenig berücksichtigt, dass die neuen Rechner ungleich mehr Hitze erzeugen und Energie verbrauchen als ihre Vorgänger. Zwei neue Supercomputer konnten 2006 aus Angst vor einem Netzwerkkollaps gar nicht erst hochgefahren werden. Die Einführung neuer Spionagetechnik scheitert immer wieder an den energiefressenden Kühlsystemen.

Es ist wohl höchste Zeit, energiesparende Server zu entwickeln, wenn sogar ein milliardenschwerer Nachrichtendienst wie die NSA Probleme mit der Energieversorgung und der Rechnerkühlung hat. Schließlich sollen uns unsere amerikanischen Freunde auch in Zukunft noch klar und deutlich hören können.

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