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Juni
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von Maertl, in Kategorie EcoRider, Bayern, Allgemein

Da steht er nun, mein neuer bester Freund für die nächsten drei Monate. Und glänzt so knallig neongrün, dass die Fliegen ganz kirre davon werden. Mir ergeht’s aber auch nicht viel besser. Schon als ich vorgestern den ersten Blick auf den EcoRider erhaschen konnte, war ich hin und weg, obwohl ich nur ein paar erste Runden im engen Hinterhof drehen konnte. Die Bedienung scheint gar nicht so schwer zu sein, nur das Bremsen sollte man nicht vergessen. Schließlich sitzt man zwar wie im Auto, bremst aber mit den Händen wie beim Fahrrad. Sobald man schneller fährt, fühlt man sich wie in einem Computerspiel. Nur ein Game Over sollte man hier tunlichst vermeiden.

Vor der TU München in Garching, mit der Black Box (dem Rechenzentrum im Container) im Hintergrund macht sich der EcoRider noch besser. Aber das soll er auch, schließlich wird er hier getauft. Informatikprofessor Arndt Bode erledigt das mit schwungvoller Signatur und geübter Champagnerdusche (wer das wohl wieder sauber machen darf…). Einen Namen habe ich dem EcoRider noch nicht gegeben, aber es ist ein Junge - glaube ich. Vorschläge sind natürlich immer willkommen!

Ein paar Tipps konnte ich auch gleich einholen, von Martin, dem Studenten mit dem gelben Liegedreirad. Nach einer wilden Probefahrt weiß ich: Sein Gefährt ist deutlich leichter und wendiger - aber eben auch ungeschützt vor Wolkenbrüchen und Champagnerduschen.

Demnächst werde ich den EcoRider ausgiebig ausfahren, auch mal mit Höchstgeschwindigkeit und im Straßenverkehr. Aber erst geht er im Transporter auf die Reise nach Dresden, zur International Supercomputing Conference.

Julia 1.
22.06.2007, 13:19 Uhr

Ich finde, der Ecorider sollte den schönen altdeutschen Namen Meinrad tragen. Alternativ schlage ich Radbert vor, das kommt aus England und verleiht der Sache so ein internationales Flair. Solltest du dich für ersteres entscheiden, hat das Gefährt übrigens am 11.10. Namenstag, den zu begehen man keinesfalls versäumen sollte.

barbara 2.
22.06.2007, 14:33 Uhr

ein freund, ein guter freund … hallo martin, hier spricht die taz-reporterin, die vor einigen monaten nicht recht wusste, was sie von diesem freund halten soll. jetzt bist du also wirklich auf tour. und? kannst du deine botschaft unters volk bringen? wieviel km/h macht denn dein freund? wie sind die reaktionen? du darfst aber hoffentlich in einem bett übernachten, oder? viel erfolg wünscht barbara bollwahn

Maertl 3.
23.06.2007, 12:25 Uhr

Auf Tour bin ich ja noch gar nicht wirklich. Das Gefährt ist jetzt da und vorgestellt, richtig los geht’s aber erst ein paar Tage vor dem 10. Juli, dem ersten Etappenziel in Detmold (und ja, dort wartet ein Hotelbett auf mich). Die Reaktionen wirst du dann hoffentlich in diesem Blog erfahren. Mein Freund macht 45 km/h, gefahren bin ich die aber noch nicht. Liebe Grüße nach Berlin! Schönes Buch übrigens…

Guido 4.
23.06.2007, 17:06 Uhr

“Aber erst im Transporter nach Dresden” - naja, Marketing-Realität halt ;-) Aus (automobiler) Erfahrung mit einem ähnlich flachen Gerät kann ich nur die Empfehlung weitergeben: vielen Verkehrsteilnehmern fehlt es an Tiefblick, da heisst es besonders aufmerksam sein. Und an Tagen mit reichlich SUN-Shine wird die Jeans wohl einem anderen Kleidungsstück weichen müssen :-) Was den Namen betrifft, wie wär’s mit (Speedy) Eggbert?

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