Juni
22
Ein Freund, ein guter Freund
Da steht er nun, mein neuer bester Freund für die nächsten drei Monate. Und glänzt so knallig neongrün, dass die Fliegen ganz kirre davon werden. Mir ergeht’s aber auch nicht viel besser. Schon als ich vorgestern den ersten Blick auf den EcoRider erhaschen konnte, war ich hin und weg, obwohl ich nur ein paar erste Runden im engen Hinterhof drehen konnte. Die Bedienung scheint gar nicht so schwer zu sein, nur das Bremsen sollte man nicht vergessen. Schließlich sitzt man zwar wie im Auto, bremst aber mit den Händen wie beim Fahrrad. Sobald man schneller fährt, fühlt man sich wie in einem Computerspiel. Nur ein Game Over sollte man hier tunlichst vermeiden.
Vor der TU München in Garching, mit der Black Box (dem Rechenzentrum im Container) im Hintergrund macht sich der EcoRider noch besser. Aber das soll er auch, schließlich wird er hier getauft. Informatikprofessor Arndt Bode erledigt das mit schwungvoller Signatur und geübter Champagnerdusche (wer das wohl wieder sauber machen darf…). Einen Namen habe ich dem EcoRider noch nicht gegeben, aber es ist ein Junge - glaube ich. Vorschläge sind natürlich immer willkommen!
Ein paar Tipps konnte ich auch gleich einholen, von Martin, dem Studenten mit dem gelben Liegedreirad. Nach einer wilden Probefahrt weiß ich: Sein Gefährt ist deutlich leichter und wendiger - aber eben auch ungeschützt vor Wolkenbrüchen und Champagnerduschen.
Demnächst werde ich den EcoRider ausgiebig ausfahren, auch mal mit Höchstgeschwindigkeit und im Straßenverkehr. Aber erst geht er im Transporter auf die Reise nach Dresden, zur International Supercomputing Conference.


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